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Wie die Redaktion Sie durch den Tag begleitet

Unsere Arbeitsweise hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Der Laptop hat längst die Schreibmaschine ersetzt und die Berichterstattung geht weit über das geschriebene Wort hinaus.

Wie die Redaktion Sie durch den Tag begleitet

Zu der alltäglichen Berichterstattung gehört mittlerweile auch das Erstellen von Videos für die Internetpräsenz der Halterner Zeitung. FOTO HALTERNER ZEITUNG / GARWER

Die Lokalberichterstattung der Halterner Zeitung beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf die gedruckte Zeitung. In den letzten Jahren sind wir in unserer Berichterstattung immer vielfältiger geworden. Wir konzentrieren uns auf die digitalen Angebote. Neben geschriebenen Artikeln bieten wir online auch Videos, Live-Sendungen, Fotostrecken, interaktive Grafiken, Karten oder ausführliche Hintergrund-Stücke an, die aus rein technischen Gründen nicht in die Tageszeiten können oder den Rahmen sprengen würden.Wichtigstes Werkzeug für uns ist der Mobile Editorial Client (MEC). Mit dem Programm arbeiten alle unsere Redakteure und Reporter. Es lässt sich von überall aus über den Browser öffnen und mit Inhalten bestücken. Die Redaktion macht darin auch ihre Themenplanung, führt den Terminkalender und legt im Sendeplan fest, welche Artikel zu welchen Zeiten ausgespielt werden.

Inhalte werden zuerst fürs Internet produziert und dort auch zuerst ausgespielt. Die Produktion der gedruckten Zeitung erfolgt etwas später am Tag. Das übernimmt eine darauf spezialisierte Einheit, die sogenannten „Planer“. Das Serviceteam in der Redaktion in Haltern bearbeitet die Texte, die von der Stadt, den Vereinen oder Organisationen per Mail geschickt werden. Sie sorgen dafür, dass diese Artikel redigiert werden und auf den Seiten landen.

Mehr Zeit für die Recherche und Produktion

Davon profitieren auch die Print-Abonnenten. Denn die Reporter haben heute mehr Zeit für Recherche und die Produktion von Inhalten, weil sie sich nicht mehr um das Planen und Layouten von Zeitungsseiten kümmern müssen. Die Ergebnisse dieser intensiven Arbeit mit den Inhalten landen genauso auch in der gedruckten Zeitung.

Außerdem können all unsere Print-Abonnenten kostenlos auf unsere digitalen Angebote zugreifen. Dafür ist lediglich eine Registrierung notwendig, dann können die Kunden problemlos auf die digitalen Mehrwerte zugreifen. Das Angebot ist insgesamt also auch für die klassischen Zeitungsleser deutlich breiter geworden.

Notizblock und Stift gehören auch 2022 noch fest zur Ausstattung vieler Journalisten. Sie sind aber entbehrlich geworden – anders als Smartphone und Laptop. Auf ihnen installiert ist alles, was fürs Arbeiten benötigt wird: der MEC, Apps zur Kommunikation, Programme für Bildbearbeitung und Videoschnitt sowie Anwendungen für den Versand von Newslettern und Push-Mitteilungen, zur Visualisierung von Daten oder für das Erstellen eines Live-Tickers. Streng genommen spielt es keine Rolle, wo der Reporter arbeitet. Nur eine Internetverbindung sollte es geben.

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Handy, Laptops und Videokameras sind aus dem modernen Arbeiten in der Redaktion nicht mehr wegzudenken. FOTO THIEME-DIETEL

Auf der einen Seite ist die Arbeit unserer Reporter einfacher geworden. Sie haben heute mehr Zeit für Recherche und die Produktion von Inhalten, weil sie sich nicht mehr um das Planen und Layouten von Zeitungsseiten kümmern müssen. Andererseits ist die Arbeit komplexer geworden, weil dieselben Reporter heute nicht mehr nur Texte liefern, sondern auch Videos, Live-Schalten, Fotostrecken, Karten oder Datenvisualisierungen.

So profitieren am Ende alle Abonnenten von dieser modernen Arbeitsweise. Denn egal, ob man die Halterner Zeitung morgens am Frühstückstisch lieber gedruckt in den Händen hält oder sich immer mal zwischendurch mit dem Smartphone oder Tablet auf dem neuesten Stand bringen will, alle Inhalte stehen unseren Abonnenten jederzeit zur Verfügung.

In der täglichen Morgenkonferenz geht es nicht nur um bevorstehende Themen und Termine, sondern immer auch um den Vortag: Wovon haben wir uns mehr versprochen und was lief überraschend gut? Wo lohnt es sich dranzubleiben? Was kann man künftig weglassen, weil es kaum jemand liest?

Nach der Konferenz beginnt die eigentliche Arbeit. Wir suchen Ansprechpartner, vereinbaren Termine, recherchieren Hintergründe, drehen Videos, suchen Bildmotive und überlegen uns, wie wir den Artikel aufbauen und „verkaufen“ wollen. Denn auch das ist Teil des Systems „online-first“.

Immer neu überzeugen

Im Print-Bereich ist es so, dass unsere Abonnenten die Zeitung schon gekauft haben, wenn sie unsere Artikel lesen. Im Internet müssen wir sie von jedem einzelnen Artikel neu überzeugen. Das geht nur über eine gute Überschrift, die zum einen den Kern der Sache trifft, zum anderen aber auch nicht zu viel verrät. Außerdem sollte sie so formuliert sein, dass der Artikel über die Suchmaschinen gut zu finden ist.

Auch das Bild, der Teaser, die Länge der Absätze und der Zeitpunkt der Veröffentlichung spielen eine große Rolle. Zusätzlich machen wir uns auch noch Gedanken darüber, wie wir unsere Leser auf den Artikel aufmerksam machen. Wird der Artikel auf der Startseite platziert? Wann wird er bei Facebook gepostet? Wie können wir ihn auf Instagram bewerben? Bekommt er einen Platz in unserem abendlichen Newsletter oder der täglichen Tagesvorschau? Machen wir eine Mediabox, sodass das Thema auf den Bildschirmen in der Innenstadt oder im Friseursalon auftaucht?

All diese Überlegungen nehmen am Ende genauso viel Zeit in Anspruch wie das Schreiben an sich.